6 Tipps gegen den Winterblues!

Wir alle kennen das Stimmungstief im Winter, das sich schleichend einstellt. Den Wunsch, das Haus erst gar nicht zu verlassen und sich auf der Couch zu verkrümeln. Anstatt Freunde zu treffen oder zum Sport zu gehen, lässt man alles etwas gemütlicher angehen. Jedoch ist längst nicht jede Gemütsverstimmung eine psychische Erkrankung.

Doch was genau ist der Winterblues?

Eine ernsthafte Depression geht mit vielen Symptomen einher und überschattet den Alltag der Betroffenen über einen längeren Zeitraum hinweg. Sie ist nicht mit einer einfachen Traurigkeit zu vergleichen, sondern wird oftmals als Zustand der Gefühlslosigkeit beschrieben. Treten die negativen Gedanken und Gefühle immer wieder auf, sollten Sie in jedem Fall mit einem Arzt oder Psychologen das Gespräch suchen. 

Oftmals kommt es jedoch gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit zu leichten, depressiven Verstimmungen, auch als SAD (Saisonal Affective Disorder) bezeichnet. Das fehlende Tageslicht beeinflusst unseren Hormonhaushalt negativ und bringt die ein oder andere innere Uhr aus dem Takt. Denn unser Körper erzeugt mithilfe von Licht Serotonin, unser Glückshormon, da dieses aber gerade in den Monaten November bis Februar fehlt, entsteht ein Überschuss an Melatonin. Melatonin wird auch als unser Schlafhormon bezeichnet und macht uns müde. Wir fühlen uns schlapp und energielos – eben ein richtiger Winterblues. 

Die Symptome einer saisonalen Depression und einer Depression können also sehr ähnlich sein und die Grenzen sogar fließend ineinander verlaufen. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, dem Winterblues entgegenzuwirken:

1. Das Problem erkennen.

Die frühen Anzeichen eines Winterblues können subtil sein - sich also unmerklich einschleichen. Energielosigkeit, Müdigkeit, ein hohes Schlafbedürfnis, aber auch Gelüste nach süßem und deftigem Essen sowie Konzentrationsprobleme bei der Arbeit. Klassische Symptome des Winterblues lassen sich auch leicht auf andere Ursachen zurückführen. Umso früher die Symptome erkannt werden, desto besser, kann man dem Winterblues entgegenwirken.

2. Lichtmangel vorbeugen.

Die kalte und dunkle Jahreszeit lässt sich nicht umgehen, wir müssen also lernen, damit umzugehen. Der Aufenthalt im Freien gehört mit zu den effektivsten Möglichkeiten sein Immunsystem zu stärken und einer Depression entgegenzuwirken. Sie sollten also bei jedem Wetter Zeit im Freien einplanen, einen Spaziergang in Ihre Mittagspause integrieren und öfter mal zu Fuß gehen. Bringen Sie auch mehr Licht in Ihr Zuhause, reinigen Sie Ihre Fenster und schaffen Sie einen möglichst hellen Rückzugsort zum Erholen. Eine Nachttischlampe mit Dämmerungsfunktion könnte Ihnen das morgendliche Aufstehen erleichtern. Auch Lichttherapiegeräte können ergänzend eingesetzt werden.

4. Fester Tagesablauf.

Geben Sie Ihrem Alltag mit Gewohnheiten und kleinen Ritualen einen festen Rahmen. Diese können dabei helfen, die Antriebslosigkeit des Winterblues zu überwinden. Ein fester Tagesablauf hilft zudem, ein gutes Gleichgewicht aus Anspannung und Entspannung einzuhalten. Versuchen Sie täglich zu ähnlichen Zeiten aufzustehen und ins Bett zu gehen, das hilft dem Biorhythmus. Planen Sie auch jede Woche Aktivitäten auf, die Sie sich freuen können.

5. Ausreichend Bewegung.

Bewegung kann Wunder wirken, besonders wenn man sie mit Tageslicht oder frischer Luft kombiniert. Der Kreislauf wird angekurbelt, die Atmung vertieft sich und unser Gehirn wird mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Neben den gesundheitlichen Benefits sorgt Bewegung auch für gute Laune. Verantwortlich sind hierfür die ausgeschütteten Botenstoffe Endorphin, Serotonin und Dopamin.

Erlaubt ist, was Spaß macht, denn nicht jeder kann sich abends zum Joggen motivieren. Testen Sie doch auch mal eine neue Sportart - vielleicht tanzen Sie ja gerne oder wollten schon immer einmal Yoga ausprobieren? Nehmen Sie am besten eine gute Freundin mit, zusammen geht alles leichter.

6. Richtige Ernährung.

Vermeiden Sie hochwirksame Kohlenhydrate wie reinen Zucker oder weiße Stärke. Diese verschaffen Ihnen zwar einen kurzen Energieschub, führen jedoch zur Freisetzung von Insulin (Blutzucker) und damit zu mehr Heißhungerattacken. Durch diesen Jo-Jo-Effekt kommt es zu Gewichtszunahme, das Risiko für Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen steigt an. Greifen Sie lieber auf proteinreiche Lebensmittel und gesunde Kohlenhydrate wie unverarbeiteten Hafer, Hülsenfrüchte, Mandeln oder Walnüsse zurück, welche den Blutzucker nicht so schnell ansteigen lassen. 

Zusatztipp:

Achten Sie im Winter auch auf Ihren Vitamin D Haushalt. Der Körper kann dieses Vitamin zwar durch Sonnenlicht selbst produzieren, aber auch hier hinterlässt der Winter seine Spuren. Fisch wie Lachs, Hering oder Thunfisch eignen sich besonders als Vitamin D Quelle, aber auch Käse und Pilze enthalten Vitamin D. 

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