Katerstimmung

Fasching steht vor der Tür. Für viele heißt es also wieder - Feiern und das nicht zu kurz. Neben lustigen Kostümen, guter Musik und jeder Menge Spaß, bedeutet dies oftmals auch Mengen an Alkohol. Wer zu tief ins Glas geschaut hat, erwacht am nächsten Tag oftmals mit einem unangenehmen Kater.

Eigentlich wissen wir es alle - Alkohol ist Gift für unseren Körper. Doch obwohl die gesundheitlichen Folgen bekannt sind, wird Alkohol meist recht großzügig konsumiert. Der gesellschaftliche Umgang mit Alkohol hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert und unterliegt auch kulturellen Unterschieden.  Dennoch sind, die gesellschaftliche Akzeptanz und weite Verbreitung ungebremst. Gerade in der Faschingszeit wird wieder allerorts ausgelassen gefeiert. Mit der Salonfähigkeit wird auch der Alkoholisierung ein gewisser Unterhaltungswert zugesprochen. Nicht umsonst erfreuen sich Filme wie „The Hangover“ einer solchen Popularität. Sie gelten als witzig und unterhaltsam. Im Gegenteil zu einem echten „Kater". 

Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff und mit welchen Maßnahmen können wir Beschwerden schnell lindern?

Bedeutung: 

schlechte körperliche und seelische Verfassung nach [über]reichlichem Alkoholgenuss

Symptome:

Kopfschmerz, Übelkeit, Zittern, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Durchfall sind die gängigsten Anzeichen für einen Kater. Um von einem „Kater“ sprechen zu können, sollten mindestens zwei der genannten Merkmale auftreten. Oftmals treten die Symptome gemeinsam mit einem starken „Brand“ (Durst) auf. Die Verträglichkeit von Alkohol sowie die Wirkung haben je nach Toleranzgrenze ein sehr breites individuelles Spektrum. Eine schlechte körperliche Verfassung, schlechter Schlaf und eine geringe Flüssigkeitszufuhr wirken verschlimmernd auf die Symptomatik.

Entstehung:

Beim Abbau von Alkohol im Körper entsteht Acetaldehyd, welches für viele Symptome des Katers verantwortlich ist. Unter anderem schädigt Acetaldehyd die Leber und fördert die Bildung von Sauerstoffradikalen, welche die Zellmembran schädigen.  

Maßnahmen:

Neben einem achtsamen Umgang mit Alkohol, können kleine Maßnahmen dabei helfen, Nebenwirkungen einzudämmen. Fettige Mahlzeiten unterstützen dabei die Absorption des Alkohols.  Auch die Qualität des Alkohols beeinflusst die Folgen maßgeblich. Aus diesem Grund sollte bereits bei der Bestellung des Getränkes darauf geachtet werden, welcher Alkohol enthalten ist. Neben dem reinen Alkoholgehalt entscheiden vermutlich auch Zusätze wie Methanol, Fuselöle oder Tannine über die Verträglichkeit der Drinks. Rotwein, Whisky, Cognac und Tequila enthalten deutlich mehr davon als Wodka oder Gin. Am Ende der durchzechten Nacht, empfiehlt es sich den Wasserhaushalt mit einigen Gläsern Mineralwasser aufzubessern, da Alkohol dem Körper was entzieht. Die Flüssigkeit kann Symptomen entgegenwirken. 

Wer sich am nächsten Tag dennoch elend fühlt, sollte den Tag mit einem ausgewogenen und leicht bekömmlichen Frühstück starten. Ideal sind mineralstoffreiche Lebensmittel, wie Haferflocken, Erdnüsse und Getreide, die viel Vitamin B1 enthalten. Auch Eier haben eine lindernde Wirkung, denn das in Eiern enthaltene Zystein, fördert den Abbau von Acetaldehyd. Obwohl ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig ist, sollte auf die morgendliche Tasse Kaffee besser verzichtet werden. Diese kann den Magen zusätzlich reizen. Besser eignen sich Schorlen aus Fruchtsäften. Auch Elektrolyte, in unseren Apotheken erhältlich, können den Natrium, - und Kaliumhaushalt im Körper wieder ausbalancieren. Alternativ kann salzige Brühe einen ähnlichen Effekt erzielen.

Grundsätzlich gilt jedoch: Kein Alkohol, kein Kater.

Katertipp:

Ein Heilmittel, das New Orleans beliebt ist, ist die sogenannte „Yak-a-mein Suppe“. Dem Gericht werden Kater lindernde Kräfte zugeschrieben. Die Rezepte der salzigen Suppe variieren, aber die Grundzutaten sind; Sojasoße, ein gekochtes Ei, Fleisch und Nudeln.

Zutaten:

1,5 kg schmorender Rindfleischbraten (Futter, Futter zart, rund, Hüfte)

4 bis 5 Liter Wasser

2 Esslöffel Rinderbouillon 

1 Teelöffel Gewürzsalz 

2 Teelöffel Cajun Gewürze 

1 Teelöffel Zwiebelpulver

4 Esslöffel Raps oder Pflanzenöl

Salz und frisch gehackter schwarzer Pfeffer, nach Belieben.

500 g Spaghetti-Nudeln

8 hart gekochte Eier, geschält (oder ein halbes Ei pro Suppenteller)

1 grüne Zwiebel, in Scheiben geschnitten

Sojasauce, scharfe Sauce, nach Belieben

Zubereitung: 

1. Füllen Sie einen Kochtopf zur Hälfte mit Wasser. Rindfleischbouillon, Gewürzsalz, Cajungewürz, Zwiebelpulver, Öl, Prise Salz und Pfeffer in den Topf geben und verrühren. 

2.Das Fleisch in einen Kochtopf geben - das Wasser sollte das Fleisch bedecken. Zum Kochen bringen, Hitze reduzieren und 2 bis 3 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist und zu zerfallen beginnt. Das Rindfleisch aus der Brühe herausnehmen, auseinanderziehen und das zerkleinerte Rindfleisch wieder in die Brühe geben. Abschmecken und bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

3. In der Zwischenzeit die Eier kochen, abkühlen lassen und schälen; Beiseitestellen. 

4. Die Spaghettinudeln nach Packungsanweisung garen.

5. Um die Suppe zusammenzustellen, geben Sie eine Portion Spaghettinudeln in eine Schüssel. Geben Sie eine Portion des Rindfleischs auf die Nudeln. Ein gekochtes Ei hinzufügen. Etwa 1 1/2 Tassen Rindsbrühe darauf geben und mit geschnittener grüner Zwiebel bestreuen. Füge ein paar Spritzer Sojasoße oder scharfe Soße hinzu.

Quellen:

- The Alcohol Hangover Jeffrey G. Wiese, MD; Michael G. Shlipak, MD, MPH; and Warren S. Browner,            MD, MPH

- Theresa Aigner, science.ORF.at

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