Wichtige Fakten zum Thema Influenzaimpfung

Im Jahr 2016 registrierte das Robert Koch Institut 64 277 Influenza-Fälle in Deutschland. Zum typischen Krankheitsbild der Influenza zählen oftmals ein plötzlicher Erkankungsbeginn mit Fieber, Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Später kommt häufig ein trockener Reizhusten dazu. Um eine Influenza zu vermeiden kann das Mittel der Wahl eine Grippeschutzimpfung sein. Unter der Influenzaimpfung versteht man im Allgemeinen eine vorbeugende Maßnahme zum Schutz gegen die Influenza Erkrankung.

 

Kann eine saisonale Grippeschutzimpfung empfohlen werden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenzaimpfung vorwiegend für:

  • alle Personen ab 60 Jahre
  • alle Schwangere ab dem 2. Trimenon & bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung ab dem 1. Trimenon
  • alle Personen mit chronischen Grundkrankheiten wie z.b. Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber-  oder Nierenkrankheiten, Multiple Sklerose oder Krankheiten mit angeborener oder erworbener Immundefizienz
  • Bewohner in Alten- oder Pflegeeinrichtungen
  • Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko zur Gefährdung z.B. medizinisches Personal in Einrichtungen mit erhöhtem Menschenaufkommen.

 

Wirksamkeit und Nebenwirkungen:

  • Impfturnus: Die STIKO rät aufgrund der jährlichen Anpassung der Impfstoffe an die veränderten Eigenschaften der zirkulierenden Influenzaviren eine jährliche Impfung der betroffenen Personengruppen. Grundsätzlich lässt der Impfschutz mit fortschreitendem Zeitraum nach und man kann möglicherweise nicht mehr ausreichend geschützt sein.
  • Wirksamkeit: Bei sehr guter Übereinstimmung von Influenzaviren und Impfstoff konnte bei jungen Menschen eine Wirksamkeit von bis zu 80% beobachtet werden. Ältere Menschen können durch die Impfung das Risiko an einer Influenza zu erkranken in etwa halbieren.
  • Nebenwirkungen: In der Regel ist der saisonale Impfstoff gut verträglich. Wie bei anderen Impfungen auch kann es bei der Impfung mit einem Totimpfstoff zu leichten Schmerzen, Rötungen und Schwellungen einer der Impfstelle kommen. Ein Lebendimpfstoff kann zu einer laufenden oder verstopften Nase führen. Allgemeine kurzzeitig auftretende Symptome einer Impfung können, Beschwerden ähnlich einer Erkältung, wie Fieber, Frösteln, Müdigkeit, Kopf- oder Gliederschmerzen sein.

 

Der Impfschutz ist ca 10 bis 14 Tage nach Impfung vollständig aufgebaut. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt für den optimalen Impfschutz eine Impfung im Zeitraum von Oktober bis November. Ergänzend zur Impfung werden simple Maßnahmen, wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen und die Vermeidung direkten Kontakts zu erkrankten Personen, empfohlen.

 

 

 

Quellen:

    www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.htm

    www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html

    de.statista.com/statistik/daten/studie/2300/umfrage/gemeldete-faelle-von-influenza-seit-2001/

    www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/34_17.pdf

    +43 512 20 65 67