Die Sterilabteilung der Bahnhof Apotheke Puchheim mit dem Standort Gröbenzell ist spezialisiert auf die Herstellung steriler Zubereitungen in den Bereichen Chemotherapie, Schmerztherapie, antiinfektive Therapie und parenterale Ernährung. Von hier aus werden, vor allem im Palliativbereich, ambulante onkologische Schwerpunktpraxen, Kliniken und Patienten mit diesen individuell hergestellten Rezepturen versorgt.
Die umfassende Betreuung von Patienten und Angehörigen liegt uns besonders am Herzen.
Das Sterillabor in Gröbenzell ist seit Mai 2007 nach dem Qualitätsmanagementsystem der bayerischen Apothekerkammer zertifiziert. Qualität und Service sind in unserem Unternehmen fest verankert. Dafür bürgt das Team. Zu unseren Stärken zählen unter anderem Flexibilität und die individuelle Problemlösung. Durch mehrjährige Erfahrung in der Herstellung und Belieferung parenteraler Zubereitungen bemühen wir uns stets für individuelle Probleme, individuelle Lösungen zu finden. Eine zeitnahe Belieferung ist für uns dabei selbstverständlich.
Unter Zytostatika werden Arzneimittel zusammengefasst, die eine zytotoxische (=zelltoxische) Wirkung haben und daher vor allem bei Krebserkrankungen eingesetzt werden, um das entartete Zellwachstum zu kontrollieren.
Doch auch bei anderen Erkrankungen wie z.B. Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis werden Zytostatika eingesetzt.
Die Dosierung ist immer speziell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt und wird individuell vom Arzt berechnet. Zytostatika können entweder peroral (d.h. in Form einer Tablette/Kapsel) eingenommen werden oder parenteral (in Form einer Infusion oder Spritze) über die Vene oder unter die Haut verabreicht werden.
Werden die Zytostatika parenteral direkt in den Blutkreislauf oder ins Fett/-Muskelgewebe verabreicht, so ist eine individuelle Zubereitung auf Anordnung des betreuenden Arztes unerlässlich, um die Sterilität der Zubereitungen zu gewährleisten.
Antikörper sind Eiweißmoleküle, die sich gegen körperfremde, aber auch körpereigene Strukturen (so genannte Antigene) richten und an diese Strukturen binden können. Durch diese Bindung werden z.B. Wachstumsprozesse von Krebszellen verlangsamt, die Blutversorgung des Tumors verringert oder körpereigene Abwehrzellen angelockt, die die Krebszelle, auf der das Antigen sitzt, unschädlich machen.
Antikörper bestehen aus Proteinen (Eiweißmoleküle) und weisen eine bestimmte räumliche Struktur auf. Diese ist auch essentiell für die zielgerichtete Wirkung des Antikörpers. Daher ist ein vorsichtiger Umgang beim Herstellen einer Antikörper-Infusion durch geschultes Personal notwendig.
Eine Zytostatika-Therapie kann beim Patienten je nach Therapie leichte, aber auch schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen. Meist sind die Nebenwirkungen vorhersehbar und können gezielt prophylaktisch behandelt werden.
Daher werden zu den unterschiedlichen Zytostatika-Therapien verschiedene Begleitmedikamente empfohlen, um Nebenwirkungen zu verhindern oder sie zumindest abzumildern. So können Antiemetika Erbrechen oder Antiallergika allergische Reaktionen abschwächen bzw. verhindern.
Notwendig wird die parenterale Ernährung, wenn Magen oder Darm – etwa infolge einer Krankheit oder einer Operation – ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen können. Bei der künstlichen Ernährung über die Vene gelangen alle wichtigen Nahrungsbestandteile in Form ihrer molekularen Bausteine direkt ins Blut.
Der Organismus wandelt diese Nahrungsbestandteile ebenso in Energie und Baustoffe um wie Nahrung, die über Magen und Darm aufgenommen wird.
Doch sollte eine parenterale Ernährung nur solange durchgeführt werden, wie eine klare Indikation dafür besteht. Ist der Magen-/Darmtrakt funktionsfähig sollte auf enterale Ernährung oder normale Ernährung (falls keine Schluckbeschwerden oder Probleme mit der Speiseröhre bestehen) umgestellt werden.
Antiinfektiva sind Wirkstoffe, die gegen Infektionskrankheiten gerichtet sind, die durch Bakterien, Viren oder auch Pilze ausgelöst werden. Die Wirkstoffklassen sind:
Antibiotika: Wirkstoffe gegen Bakterien
Virusstatika: Wirkstoffe gegen Viren
Antimykotika: Wirkstoffe gegen Pilze
Antiinfektiva müssen bei besonderer Schwere der Erkrankungen oder aufgrund fehlender Wirkstoffstabilität (z.B. gegenüber der Magensäure) parenteral (intravenös, subkutan, intramuskulär) verabreicht werden.
Bei Mukoviszidose-Patienten ist oftmals eine Antibiotika-Therapie notwendig, da der zähflüssige Schleim in der Lunge häufig von Bakterien besiedelt wird und diese schwerwiegende, systemische Erkrankungen auslösen können. Hier hilft eine gezielte Antibiotika-Therapie, die in diesem Fall meist systemisch mit Antibiotika-Infusionen durchgeführt wird. Die Sterilabteilung versorgt in Absprache mit dem behandelnden Arzt den Mukoviszidose-Patienten flexibel und zeitnah. Auch werden alle für die Heimtherapie notwendigen Hilfsmittel bereitgestellt.
Patienten, die über die orale Therapie mit Tabletten, Kapseln, oder Tropfen hinaus eine parenterale Gabe von Schmerzmedikamenten benötigen, sind in unserem Sterillabor sehr gut aufgehoben.
Schmerzen müssen nicht notwendigerweise erduldet und ertragen werden. Eine medikamentöse Schmerztherapie hilft in fast allen Fällen den Schmerz auf eine spürbare Weise zu reduzieren oder gar ganz auszuschalten.
Wir halten engen Kontakt zu den verordneten Ärzten und zum betreuenden Pflegedienst, damit auch kurzfristig auf Änderungen des Schmerzempfindens reagiert werden kann und die Therapie kurzfristig angepasst wird.
Sterile Herstellung, die Arbeit im Reinraum.
Werfen Sie einen Blick Hinter die Kulissen in unser modern ausgestattetes Sterillabor
Folgen Sie unserem digitalen Rundgang durch die zentralen Unternehmensbereiche der Sterilabteilung.
Eine fundierte pharmazeutische Beratung zu all Ihren Fragen rund um Ihre Therapie stellt für uns den Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit dar. Neben der Kundenversorgung direkt in der Apotheke haben wir große Erfahrung in der Betreuung von Alten- und Pflegeheimen vor Ort.
Die Sterilabteilung kann auf eine 20-jährige Erfahrung in der Herstellung aseptischer Zubereitungen zurückblicken.
Unsere speziell ausgebildeten Mitarbeiter, einige mit Zusatzausbildungen im Bereich Onkologie, gewährleisten nach einem modernen Qualitätsmanagementsystem die Sterilität der Zubereitungen.
Neben Literaturrecherchen und Fragen zu Dosierungen, Anwendungen und Stabilität beraten Sie unsere Mitarbeiter der Med Wiss Abteilung gern bezüglich Neben- und Wechselwirkungen (Interaktionscheck).
Bei Bedarf analysieren wir die aktuelle Medikation und erstellen Medikationspläne.
Unsere individuell hergestellten Rezepturen werden bei jeder Therapieanforderung einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Anhand der Patientenangaben kontrollieren wir jede Zubereitung nach dem Vier-Augen Prinzip – einschließlich Dosierung, Therapieintervall, Trägerlösung und Konzentration.
03.03.2026
Essen und Trinken gehören zu den grundlegendsten menschlichen Bedürfnissen. Doch was passiert, wenn der Körper nach einer schweren Operation, bei einer chronischen Darmerkrankung oder infolge einer lebensbedrohlichen Diagnose keine Nahrung mehr aufnehmen kann?
Ihre Karriere bei apoPark!
Hier finden Sie alle aktuellen Stellenangebote für Praktika, Jobs und Festanstellungen.
Direkt online bewerben.
Mit der App "amamed" können Sie Rezepte und weitere Produkte ganz einfach vorbestellen.
Die Apotheke ist seit Mai 2007 von der Bayerischen Landesapothekerkammer nach QMS-Satzung und DIN ISO 9001:2015 zertifiziert. Ziel ist die hohe Qualität der pharmazeutischen Leistungen der apoPark Apotheken weiter auszubauen und zu dokumentieren.